251.767 8,0 h (10,0 ECTS)

Theater einmal anders – Entwürfe zur Reaktivierung des Steintheaters bei Schloss Hellbrunn (Salzburg)

Master – Großes Entwerfen Denkmalpflege & Entwurf: Strategien der Erhaltung

Nott CAVIEZEL, Eva HODY, Lea Elisabeth ULLMANN

Einführung

Dienstag 6. Oktober 2015, 9:00 Uhr, SR 257 (Stiege 3, 2. Stock)

Termine

Dienstag, 9:00-13:00 Uhr im SR 257 (Stiege 3, 2. OG)

Exkursion

nach Salzburg, 21. bis 24. Oktober 2015
Teilnahme verpflichtend!

Anmeldung

Über TISS

Lernergebnisse

Jede Entwurfsarbeit an denkmalpflegerisch bedeutsamen Objekten beansprucht spezifische Kenntnisse und erfordert dem Bestand angemessene Strategien. Südlich von Salzburg befindet sich das bedeutende manieristische Schloss Hellbrunn aus dem Anfang des 17. Jahrhunderts, das als Gesamtes unter Denkmalschutz steht. Bekannt ist es ist auch wegen seiner ganzen Anlage mit Schlosspark, Gärten und Wasserspielen. Besondere Berühmtheit erlangte das so genannte „Steintheater“, das etwas abseits im Wald liegt. Erzbischof Markus Sittikus ließ sich dort – vermutlich vom italienischen Architekten Santino Solari, dem Erbauer des Salzburger Doms – in den natürlichen Felsformationen ein Freilufttheater einrichten, das sich während eines halben Jahrhunderts großer Beliebtheit erfreute. Nicht von ungefähr hat Bernhard Fischer von Erlach das Theater als „Wundersame Felsen-Bühne“ in seinem 1721 erschienenen Tafelwerk „Entwurff einer historischen Architectur in Abbildung unterschiedener berühmten Gebäude“ aufgenommen.

Heute bestehen Absichten, das Theater wieder zu reaktivieren. Unser Entwerfen wird sich dieser Aufgabe stellen und versuchen, unter Wahrung der außerordentlichen Qualitäten und Werte dieses Ortes einen zeitgemäßen saisonalen Betrieb zu ermöglichen. Dies bedingt, eingedenk des größten Respekts vor dem Bestand und seiner besonderen Ausstrahlung, gewisse bauliche (auch temporäre) Maßnahmen zu treffen, stichwortartig: Erschließung, Zuschauerraum, Empfang, Pausenbereiche (z.B. Toiletten), Bühne etc. Das Entwerfen ist mit einem drei- bis viertägigen Aufenthalt in Salzburg verknüpft, der aller Voraussicht nach in der dritten Oktoberwoche stattfinden wird.

Inhalt der Lehrveranstaltung

Die in Zusammenarbeit mit dem Landeskonservatorat Salzburg und seiner Leiterin, Frau DI Eva Hody, durchgeführte Übung bietet den Studierenden die Gelegenheit, sich mit den vielfältigen Erfordernissen zu befassen, denen man beim Erhalten, Restaurieren, Sanieren und Nutzen eines Denkmals gerecht werden muss. Die Aufgabenstellung ist realitätsnah und bietet den Studierenden die Möglichkeit, ihre analytischen und entwerferischen Fähigkeiten an einer entsprechend realen Problemstellung zu schärfen. Da es sich beim Steintheater um ein ganz außerordentliches Denkmal mit besonderen Qualitäten handelt, erfordert die Aufgabe eine tiefreichende Analyse des historischen, landschaftlichen und baulichen Kontextes. Aus den entsprechenden Erkenntnissen sollen zum einen denkmalpflegerisch vertretbare Konzepte und interessante Entwürfe entstehen.