VERANSTALTUNGEN

SYMPOSIUM

IN RESTAURO: Denkmal- und Welterbeschutz
Ganzheitliche Ansätze für einen zeitgemäßen Denkmalschutz
23. – 25. JUNI 2022,

Heimatsaal des Volkskundemuseums Graz

Am 23. – 25. Juni veranstaltet das ISG gemeinsam mit ICOMOS Austria ein Symposium in Graz.
Themenschwerpunkte sind Denkmal- und Welterbeschutz hinsichtlich einer notwendigen Erneuerung der Rahmenbedingungen des Denkmalschutzes, der auch das Welterbe bewahren soll. Zudem stellt die Gegenwart dem Denkmalschutz hinsichtlich Klimawandel, Ressourcenschonung, geforderter fachlicher Ausbildung und Finanzierung eine Reihe von Herausforderungen, die noch ungenügend beantwortet sind. (weitere Informationen hier)

zum Anmeldeformular

VERNISSAGE

BILD DER STADT. STADT IM BILD
9. JUNI 2022, 17.30

Aula Haupteingang Technische Universität Wien,
Karlsplatz 13, 1040 Wien

Der Forschungsbereich Denkmalpflege und Bauen im Bestand lädt Sie herzlich zur Eröffnung der Poster-Ausstellung „Bild der Stadt. Stadt im Bild“ am Donnerstag, den 9. Juni 2022, an der TU Wien ein.

Im Rahmen einer interuniversitären Lehrveranstaltung (TU Wien und KU Linz) zum Thema Stadtbilder und Bildwelten, haben sich die Studierenden beider Universitäten mit der Entstehung, Wirkung und Erhaltung von Stadtbildern und mit den Bildwelten der Städte Wien und Linz beschäftigt. Die Ausstellung präsentiert die Resultate der studentischen Recherchen und ist bis 24. Juni 2022 in Wien und ab Herbst in Linz zu sehen.

zum Flyer
 
 

TAG DER OFFENEN TÜR

Saisoneröffnung und Workshop „Traditionelles Handwerk“ 
21. und 22. mai 2022

Bundesdenkmalamt, Kartause Mauerbach
Kartäuserplatz 2, 3001 Mauerbach

Das Bundesdenkmalamt lädt am Samstag und Sonntag (21. und 22. Mai 2022) von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr, zum Tag der offenen Tür in die Kartause Mauerbach.
 
Traditionelles Handwerk und historische Baumaterialien, Kalkbrennen, Lehmbautechniken, Strohdachdeckung, Schmieden, Ziegelschlagen, Steinmetzarbeiten, Leinölfarben, Schaurestaurierungen, Fachberatung uvm.
 
Die Kurse, Seminare und Veranstaltungen finden in Kooperation mit dem Verein zur Förderung der Baudenkmalpflege Kartause Mauerbach statt.
 
Eine Anmeldung ist unbedingt erforderlich. Der Eintritt ist frei.
 
 

FACHGESPRÄCH

Denkmalschutz = Klimaschutz
12. mai 2022

Bundesdenkmalamt, Kartause Mauerbach
Kartäuserplatz 2, 3001 Mauerbach

Denkmalpflege impliziert Nachhaltigkeit – die dauerhafte Nutzung und Pflege von bedeutenden Bestandsbauten ist ein Ziel der Denkmalpflege. Je länger ein Gebäude verwendet wird, desto besser ist der Energieaufwand seiner Errichtung genutzt. Die immer wieder wechselnden Nutzungen beweisen die hohe Flexibilität vieler historischer Gebäude. Die Erhaltung dieser Bauten mit traditionellen, oft regionalen und natürlichen Baustoffen und überlieferten Handwerkstechniken schreiben ihre Reparaturfähigkeit fort und tragen zur Nachhaltigkeit bei.
Zur Erreichung der Klimaziele werden derzeit ambitionierte Programme gestartet und Anforderungen definiert, die auch das baukulturelle Erbe Österreichs betreffen. Die Tagung will zeigen, welche Möglichkeiten und Instrumente bereits bestehen, geschützte Bauten nachhaltig zu optimieren, und welche es in Zukunft brauchen wird.
Die Tagung findet in Kooperation mit dem Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie statt.
 

Die Teilnahme ist ausschließlich mit einer Anmeldung bis 3. Mai 2022 an sonja.chvatlinsky@bda.gv.at und unter Einhaltung der aktuell gültigen COVID-19-Vorgaben möglich.

zum Programm

DENKMALGESRPÄCH

Denkmalgespräch mit Markus Landerer
21. April 2022, 18.00 Uhr

Ahnensaal im Bundesdenkmalamt
Hofburg, Säulenstiege, 1010 Wien

In der Reihe Denkmalgespräche am Donnerstag spricht Andreas Lehne mit Persönlichkeiten über Denkmalpflege und ihr Verhältnis zum kulturellen Erbe. Es werden aktuelle Themen behandelt und kontroverse Standpunkte diskutiert und so das Bewusstsein für Denkmalschutz und Denkmalpflege geschärft oder aus einer anderen Sichtweise betrachtet.

Andreas Lehne spricht mit Markus Landerer, dem Obmann des Vereins Initiative Denkmalschutz, über aktuelle Themen zum kulturellen Erbe und diskutiert kontroverse Standpunkte.

Die Teilnahme an dieser Veranstaltung ist limitiert und ausschließlich mit einer Anmeldung bis 19. April 2022 an sonja.chvatlinsky@bda.gv.at und unter Einhaltung der aktuell gültigen COVID-19-Maßnahmenverordnung möglich.

SYMPOSIUM

Offene Moderne. Zukunft der Villa Beer
24.-26. Februar 2022

Festsaal des ÖIAV, Eschenbachgasse 9, 1010 Wien und online
Eine Kooperation von DOCOMOMO Austria mit der ÖGFA und dem neuen Eigentümer dieses zentralen Zeugnisses der österreichischen Moderne.

Ausgangspunkt des international besetzten Symposiums ist die bevorstehende Restaurierung und Öffnung der Villa Beer von Josef Frank und Oskar Wlach, eines Hauptwerks der Wiener Moderne. Josef Frank – führender Architekt der Generation nach Adolf Loos und Josef Hoffmann – war einer der wenigen österreichischen Architekten seiner Zeit, die nach dem Ersten Weltkrieg in der vordersten Reihe der internationalen Avantgarde wahrgenommen wurden, zu der Frank dennoch eine kritische Distanz pflegte. Das Haus Beer, errichtet 1929/30 in Wien-Hietzing, gilt als sein wichtigstes Wohnhaus, zugleich als Manifest seiner Auffassung modernen Wohnens, die er im Schlüsseltext „Das Haus als Weg und Platz“ nach Fertigstellung des Hauses darlegt.

Das Wohnen mit seinen „wechselnden Ansprüchen“, eine programmatische Grundlage nicht nur bei Frank, scheint zunächst mit der Vorstellung der denkmalpflegerischen Konservierung inkompatibel. Dennoch resultiert die Zeu-genschaft ikonischer Wohnhäuser der Moderne, neben ihrer formalen Meisterschaft, gerade aus der historischen Bedeutung ihrer Programmatik. Was also vermitteln wir wem und warum, wenn wir diese Architektur heute der Öffentlichkeit zugänglich machen? Welche Mittel werden dabei angewandt und wie begegnet etwa ein „umgekehrter Entwurfsprozess“ – der von der Analyse zur Erhaltung und Sichtbarmachung des Vorhandenen fortschreitet – bautechnischen Herausforderungen und aktuellen Nutzungsansprüchen?

Diesen und anderen Fragen geht das Symposium in thematischen Sessionen mit jeweils zwei Vorträgen, anschließender Respondenz und Diskussion nach. Einem abendlichen „Einstieg“ ins Thema folgen am ersten Symposiumstag Grundsatzfragen und eine vertiefte Auseinandersetzung mit der Villa Beer. Am zweiten Tag werden, anhand unterschiedlicher Themenfelder der Sanierung und Öffnung von Häusern der Moderne, Fallbeispiele internationaler Hausmuseen einander gegenüber gestellt. Das Schlusspanel führt schließlich zur Frage eines „Hausmuseums der Wiener Moderne“ zurück.

Programm

Weitere Informationen zur Veranstaltung und Anmeldung

ONLINE VORTRAG

Gesundes Schönes Wien. Die Assanierung der Jahre 1934–1938

27. Jänner 2022, 18.00

Vortragende: MMag. Dr. techn. Birgit Knauer
Moderation: Dr.in Inge Podbrecky

In den 1930er Jahren versuchte man mittels unterschiedlicher Maßnahmen die Altstädte an den zunehmenden Verkehr anzupassen, ihre dicht bebauten Bereiche „aufzulockern“ und „unhygienische“ Gebäude zu ersetzen. Entsprechende Ideen und Methoden bestimmten die Diskussion und das Wirken von Städtebau und Denkmalpflege. Auch vor Wien machte der Stadtumbau nicht Halt. Die Stadtverwaltung stellte ab 1934 finanzielle Mittel zur Verfügung, um die Bauwirtschaft nach der Weltwirtschaftskrise wieder anzukurbeln und die Assanierung („Gesundung“) der Stadt voranzutreiben.

Gefördert wurde ab 1934 einerseits der Abbruch „veralteter“ und „verkehrsbehindernder“ Gebäude, die auch hinsichtlich der dort herrschenden Wohnverhältnisse nicht mehr den damaligen Anforderungen entsprachen. Zum anderen wurde die „Instandsetzung“ von Fassaden finanziell unterstützt und dadurch an vielen historischen Gebäuden Schmuck- und Gliederungselemente entfernt, die man als „wertlos“ oder gar “geschmacklos” erachtete. Neben der Verbesserung der Wohnverhältnisse und des Verkehrsflusses, versprach man sich von den genannten Maßnahmen auch eine Verschönerung des Stadtbildes.

Dieser Vortrag widmet sich einem bisher noch zu wenig beachteten Kapitel der Architektur- und Stadtgeschichte Wiens, erläutert die „Gesundung“ der Stadt in den Jahren des so genannten Ständestaats (1934–1938), ihre Ausmaße und die dazu parallel geführten Diskussionen von Experten der Denkmalpflege und des Städtebaus. Der Vergleich mit „Gesundungsmaßnahmen“ in anderen europäischen Staaten veranschaulicht die große Bedeutung dieses Themas allgemein für Städtebau und Denkmalpflege in der Zwischenkriegszeit und zeigt interessante Gemeinsamkeiten und Unterschiede auf.

Details zur Veranstaltung hier.

Online-Raum | Meeting-ID: 833 9924 3958 | Kenncode: ga75Be

Bildnachweis: Assanierungsbau Ecke Reisnerstraße/Beatrixgasse, um 1936, Bildarchiv/Österreichische Nationalbibliothek, Inv.-Nr.: L 53.882B

INTERNATIONALE FACHTAGUNG

Eine Kooperation des Bundesdenkmalamtes, der Initiavtive Architektur und der Abteilung Kunstgeschichte der Universität Salzburg.

Weiterbauen am Denkmal ist ein so altes wie aktuelles Thema. Seit wir von einer modernen Denkmalpflege sprechen, beschäftigt alle daran Beteiligten die Frage, in welcher Form eine angemessene Fortschreibung des Erhaltenswerten geschehen kann. Auf der Tagung soll das Fortschreiben des Bestehenden in den Blick genommen werden. Baudenkmale sind beständiger Transformation ausgesetzt, sei es durch die nagende Zeit, sei es durch Ansprüche an Nutzung und Funktion. Um sich über diese Übertragungs-, Umformungs- und Wandlungsgeschichten eine Vorstellung zu machen, sollen vor allem jüngere und aktuelle Projekte befragt werden: Was haben wir geerbt, was ist der Wert des Bestehenden, was geht auf dem Weg der Transformation ins Heute verloren, was gewinnen wir und was wollen wir der nächsten Generation übergeben.
 
Die Tagung möchte durch die Verschränkung praktischer und theoretischer Perspektiven die kontroversen Herangehensweisen von Kunsthistorikern, Denkmalpflegern und Architekten zur Diskussion stellen.
 
Der Tagungsort Salzburg, selbst Weltkulturerbe und durch kontrovers diskutierte Projekte ganz unmittelbar mit dem Thema der Tagung verbunden, ist dabei bestens geeignet, um den Diskurs im Bereich des UNESCO-Welterbes voranzubringen.

ANMELDUNG ZUR TAGUNG: weiterbauenamdenkmal@plus.ac.at
 
HINWEIS: Am 10.11.2021 findet eine öffentliche Abendveranstaltung zum Thema„Sanierung und Erweiterung der Festspielhäuser – Möglichkeiten und Grenzen städtebaulicher Weiterentwicklung“in den Salzburger Festspielen statt. Details zur Abendveranstaltung folgen in eigener Aussendung. Anmeldung unter: www.salzburgerfestspiele.at/erweiterung

FACHTAGUNG BURGENLAND

FR 1.10.2021

100 JAHRE MODERNE BAUGESCHICHTE IM BURGENLAND

Kulturzentrum Oberschützen

Kooperation des Bundesdenkmalamtes mit DOCOMOMO Austria und dem Land Burgenland

Die Vorträge und Diskussionen dieser Tagung thematisieren die 100-jährige Baugeschichte der Moderne im Burgenland, von der Gründerzeit in den 1920er Jahren bis in die Gegenwart. Die Podiumsdiskussion soll Raum für einen diskursiven Austausch und gelungene Beispiele aus der Praxis der Baudenkmalpflege geben.

Details zur Veranstaltung und Programm [Einladung].

Anmeldung unter christiane.beisl@bda.gv.at, T: +43 676 883 25 873.

TAG DES DENKMALS

SO 26.09.2021, 

TAG DES DENKMALS

Bezirksmuseen Wieden, Mariahilf, Neubau, Josefstadt, Alsergrund

Heute Bezirksmuseen – früher jedoch Amtshaus, Tröpferlbad, eine Versicherung und ein Wohnhaus.

Studierende der TU Wien erforschten die wechselhafte und vielfältige Geschichte ausgewählter Häuser der Wiener Bezirksmuseen und stellen diese am Tag des Denkmals vor.

Anmeldung und Information unter: tagdesdenkmals.at

OPEN HOUSE

DI 24.08.2021,  14:00 – 18:00 Uhr

OPEN HOUSE – HAUS PROST

Berggasse 2, Walbersdorf

Das letzte erhaltene Zeugnis, der von 1867 bis 1983 bestehenden „ersten Walbersdorfer Dampfziegelei des Johann Prost“, ist das Fabrikantenwohnhaus, unweit des Ortszentrums von Walbersdorf. Im Sommersemester 2021 haben für dieses herausragende Zeugnis der Industrialisierung des ländlichen Raums Studierende der Architekturfakultät der Technischen Universität Wien im Rahmen einer Entwurfsübung Vorschläge für die Restaurierung und Nachnutzung erarbeitet. In Kooperation mit dem neuen Eigentümer, dem Betonwerk Koch, haben sie am Forschungsbereich Denkmalpflege und Bauen im Bestand durch ihre Entwürfe einen sorgsamen Umgang vorgezeigt, der zu einer dem Stellenwert des Gebäudes gerechten Erhaltung und Nutzung beitragen soll.

Das Haus Prost und der anschließende Garten werden am 24.08.2021 erstmals seit Jahrzehnten im Rahmen des „open house“ der Öffentlichkeit präsentiert und die Ergebnisse des Entwerfens vorgestellt. Eine Fotoschau, ein Vortrag und eine Podiumsdiskussion verknüpfen die Vergangenheit und Zukunft des Objekts.

 

Open House 14:00 – 18:00 Uhr

Freie Besichtigung Haus und Garten
Ausstellung der Studierendenprojekte, Fotoschau

Präsentation 18:00 – 19:00 Uhr

Lehrende und Studierende präsentieren Projekte für das Haus Prost

Vortrag und Diskussion ab 19:00 Uhr

Dr. Günther Unger: „Schauplatz burgenländische Zeitgeschichte“

zur Einladung

VORTRÄGE

WINTERSEMESTER 2020/21

WIENER VORTRÄGE

Aufgrund der COVID-19-Krise musste in diesem Semester die Reihe der „Wiener Vorträge zur Kunstgeschichte und Denkmalpflege” leider abgesagt werden. Wir hoffen, im nächsten Sommersemester mit einer neuen Staffel eine Fortsetzung zu finden. 

Mi 22.01.2020, 18:00 – 20:00 Uhr

WIENER VORTRÄGE – BERND EULER-ROLLE (Bundesdenkmalamt Wien)

Management of Change – eine Methodik im Pluralismus der Denkmalwerte?

Die Polyvalenz der Denkmale scheint geregeltes Handeln am Denkmal schwierig zu machen. Rasch kann der Verdacht der Beliebigkeit entstehen. Worauf kommt es an? Wer spricht und wer hat das Sagen? Dieses volatile Beziehungsgeflecht muss mit einem Beziehungsmuster überlagert werden, um nachvollziehbare Prozesse zu gestalten. 
Das ist Management of Change, ein Begriff, der auf den ersten Blick wie ein Widerspruch zur Erhaltung des materiellen Erbes wirkt. Es ist jedoch ein methodischer Weg, um die Handlungsentscheidungen auf die Systematik der Denkmalwerte zu referenzieren.

HS14a, Stiege 3, 3.Stock
Technische Universität Wien, Karlsplatz 13, 1040 Wien

VORTRAG

Do 12.12.2019, 18:00 – 20:00 Uhr

WIENER VORTRÄGE – IRENE NIERHAUS (Bremen)

Wohn/bild/wissen. Beziehungen von Wohnen und Bildmedien als visuelle und gesellschaftliche Anordnungen

Wohnen ist eine mannigfaltige Wissenskonfiguration, in der Wohnbilder gesellschaftliche und kulturelle Normen und Ideale produzieren und die in visuellen Medien (Künste, Film, Fernsehen, Illustrierten, Internetblogs, etc.) zu Sehen gegeben werden. Am Beispiel von Wohnzeitschriften wird das Ineinandergleiten von Wohnen und Bild, wie von Normalisierung und Begehren thematisiert. Die Seiten der Wohnzeitschriften sind zugleich gesellschaftspolitische Seiten des Wohnens, Bewohnens und der Bewohnerschaft in Formen der Unterhaltung und der ästhetischen Erziehung.

HS14a, Stiege 3, 3.Stock
Technische Universität Wien, Karlsplatz 13, 1040 Wien

VORTRAG

Mi 27.11.2019, 18:00 – 20:00 Uhr

WIENER VORTRÄGE – ISABEL HAUPT (Kantonale Denkmalpflege Aargau)

Junge Baudenkmale – neue Erhaltungsproblematiken?

 
Das Erkennen, Erklären und Erhalten junger Baudenkmale stellt Architektinnen, Landschaftsarchitekten und Denkmalpflegerinnen seit längerem vor neue Herausfoderungen – auch in der Schweiz.
 
Ist die Wertschätzung für ein Objekt erst einmal verankert, so erfordert der Erhalt junger Bauten mit ihren vergleichsweise neuen Materialien, Konstruktionen und Dimensionen spezifische Herangehensweisen. Mögliche Handlungsstrategien werden an Hand ausgewählter Beispiele zur Diskussion gestellt.


30.10. / 12.12. / 15.01. | HS14a, Stiege 3, 3. OG
27.11. | HS11, Stiege 3, 2. OG
Technische Universität Wien, Karlsplatz 13, 1040 Wien

VORTRAG

DO 28.11.2019, 18:00 – 19:30 Uhr 

DENKMALGESPRÄCH AM DONNERSTAG

mit Architekt HERMANN CZECH

Impulsvortrag „Bestand und Authentizität“

Die Abteilung für Inventarisation und Denkmalforschung des Bundesdenkmalamtes lädt zum Denkmalgespräch am Donnerstag. Bei diesem Format sprechen interessante Persönlichkeiten über Denkmalpflege und ihr eigenes Verhältnis zum kulturellen Erbe.

Hermann Czech: geboren 1936 in Wien, studierte Architektur an der Technischen Hochschule Wien und in der Meisterschule von Ernst A. Plischke an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Er war Gastprofessor an der Harvard University in Cambridge/USA, der ETH Zürich, der Akademie der bildenden Künste in Wien und der TU Wien. Hermann Czech ist Autor zahlreicher kritischer und theoretischer Publikationen zur Architektur. In seiner Theorie spielen die Begriffe Umbau und Manierismus eine zentrale Rolle.

 

Ahnensaal des Bundesdenkmalamtes, Hofburg, Säulenstiege, 1010 Wien

VORTRAG

Mi 30.10.2019, 18:00 – 20:00 Uhr

WIENER VORTRÄGE – JANA REVEDIN (Lyon/Paris)

Moderne(n) entwerfen: Modelle und Utopien in der deutschdeutschen Architektur der Nachkriegszeit

Jana Revedin erinnert an die Wurzeln der „Reform-Moderne“ und die drei revolutionären Gestaltungsbereiche, die Walter Gropius‘ Bauhaus-Schule in ihrer Forschung und Pädagogik eröffnete:

  • Stadtökologie, das Entwerfen und Bauen nach dem Charakter eines Ortes
  • Interdisziplinär „aktives“ Lernen, die Entdeckung einer anthropologischen Architekturlehre
  • Inklusion, Frauen erobern die „männliche“ Welt des Designs.

Die Architektur- und Städtebauprofessorin zeichnet die Entwicklung dieser Erkenntnisse im vergangenen Jahrhundert nach und diskutiert ihre „radikante“ Gestaltungstheorie am Beispiel ihres partizipativen Stadterneuerungsprojekts in der Garbage City, Kairo.

HS7, Stiege 7, EG
Technische Universität Wien, Karlsplatz 13, 1040 Wien

VORTRAG

Mi 19.6.2019, 18:00 – 20:00 Uhr

WIENER VORTRÄGE – ANDRES LEPIK (TU München)

Ethik und Ästhetik: Der Social Turn in der Gegenwartsarchitektur

Seit der Jahrtausendwende finden sich weltweit vermehrt Initiativen, um die gesellschaftliche Relevanz von Architektur durch praktische Beispiele neu zu definieren. Neben DesignBuild Programmen, die schon in der Architekturausbildung an setzen, widmen sich zahlreiche Architektinnen und Architekten – Projekten, die in unterversorgten Regionen angesiedelt sind. Ob Slum-Upgrading in Lateinamerika, Kultur- und Schulbauten in Subsahara, ob Wohnungsbau für Obdachlose oder Notunterkünfte für Naturkatastrophen in Asien: mit der wachsen den Aufmerksamkeit für die globalen Konflikte wächst auch das – Bewusstsein, dass Architektur in der Zukunft eine stärkere ethi sche Verantwortung übernehmen muss.

HS7, Stiege 7, EG
Technische Universität Wien, Karlsplatz 13, 1040 Wien

VORTRAG

Mi 22.5.2019, 18:00 – 20:00 Uhr

WIENER VORTRÄGE – JÜRG CONZETT (Chur)

Umgang mit dem Baubestand aus der Sicht des Ingenieurs. Eine Vielfalt von Aufgaben.

Denkmalpflegerische Fragen stellen sich für Bauingenieure in unterschiedlichsten Zusammenhängen: einmal geht es um die Pflege von Infrastrukturanlagen wie Bahnstrecken, Strassenbauten, Kanäle und den dazugehörigen Kunstbauten (Brücken, Tunnel, Stützmauern). Ebenso ist der Umgang mit bestehenden Tragwerken von Gebäuden eine herausfordernde Aufgabe. Über die eigentliche Pflege des Bestands hinaus sind Aspekte der Denkmalpflege bei Ergänzungen des Bestandes wichtig, sei es bei Aufstockungen oder bei Doppelspurausbauten von Bahnanlagen. Der Vortragende berichtet über eigene Erfahrungen mit dieser Thematik.

HS13, Stiege 7, 2. Stock
Technische Universität Wien, Karlsplatz 13, 1040 Wien

VORTRAG

Mi 10.4.2019, 18:00 – 20:00 Uhr

WIENER VORTRÄGE – Ralf Liptau | Oliver Sukrow (TU WIEN)

Moderne(n) entwerfen: Modelle und Utopien in der deutschdeutschen Architektur der Nachkriegszeit

Das Entwerfen von Modellen und Utopien war in beiden deutschen Staaten der Nachkriegszeit zentrales Anliegen und Methode von ArchitektInnen und PlanerInnen. Auf der konzeptionellen wie auch auf der konkreten Ebene symbolisierten die Modelle das Versprechen einer modernen, wissenschaftlichen Planung, Durchführung und Nutzung von Architektur. Über die ideologischen Grenzen hinweg zeigen sich interessante Parallelen und Vergleichsmöglichkeiten. Die Präsentation bietet einen Einblick in jüngst abgeschlossene Projekte des FB Kunstgeschichte der TU Wien und stellt beide Doktorarbeiten zur deutschdeutschen Nachkriegsarchitektur in einem gemeinsamen Rahmen vor.

HS7, Stiege 7, EG
Technische Universität Wien, Karlsplatz 13, 1040 Wien

VORTRAG

Mi 20.3.2019, 18:00 – 20:00 Uhr

WIENER VORTRÄGE – LUKAS BAUMANN

1341 gebaut – heute in Stand gesetzt und bewohnt

Mit einer Einführung von Nott Caviezel

Die Innerschweiz, wo die Wiege der 1291 gegründeten Eidgenossenschaft liegt, besitzt mit einer erstaunlichen Anzahl teilweise über 700 Jahre alter Holzwohnhäuser eine im gesamteuropäischen Vergleich einzigartige Profanlandschaft. Dessen ungeachtet wurden in jüngerer Zeit einige dieser Häuser abgebrochen, mit der Begründung, dass solche Bauten heutigen Wohnansprüchen nicht genügen können.

Mit der sensiblen wie erfinderischen Instandsetzung eines Hauses im Kanton Schwyz wurde beispielhaft der Beweis erbracht, dass die Erhaltung und das Bewohnen solch spektakulärer Gebäude sehr wohl möglich ist. Die derart erreichte Wiedereingliederung bedeutender baulicher Zeugen in ein Fortleben ihrer bisherigen Existenz ist schließlich die nobelste Aufgabe der Denkmalpflege und des Architektenstands.

HS7, Stiege 7, EG
Technische Universität Wien, Karlsplatz 13, 1040 Wien

VORTRAG

Mi 16.1.2019, 19:00 – 20:30 Uhr

WIENER VORTRÄGE – GABRIELE DOLFF-BONEKÄMPER

Denkmalsinn und Gegensinn
Die Neue Wache von K.F. Schinkel in Berlin (1815-1818)

Die „Neue Wache“, 1815-1818 anstelle eines älteren Wachlokales errichtet, war von Anfang an ein Bau mit doppeltem Zweck: Sie sollte das 100 Mann umfassende königliche Wachbataillon beherbergen und zugleich als Denkmal für den 1815 errungenen Sieg über das Napoleonische Heer verstanden werden.

Außen Siegestempel, innen Kaserne, verkörperte die Neue Wache als Ganze die militärische Stärke und die Präsenz der königlichen, später der Kaiserlichen Autorität. Mit dem Ende des Kaiserreiches zerfiel diese Einheit. Das Gebäude war nur noch ein Denkmal. In dieser Eigenschaft wurde die Neue Wache im Laufe des 20. Jahrhunderts mehrfach neugestaltet und neu gewidmet, jeweils im Sinne des herrschenden politischen Systems.

Die mehrfachen Sinn- und Gegensinn-Setzungen sind konstituierend für den hohen und komplexen Denkmalwert des Bauwerkes. Dies wird im Vortrag näher expliziert.

HS13, Stiege 7, 2. Stock
Technische Universität Wien, Karlsplatz 13, 1040 Wien

VORTRAG

Mi 11.12.2018, 19:00 – 20:30 Uhr

WIENER VORTRÄGE – HANS-RUDOLF MEIER (Bauhaus-Universität Weimar)

Identität und Erbe – oder: Die Denkmalpflege in der Identitätsfalle?

„Identität“ ist ein Modebegriff, der gegenwärtig in Reden von PolitikerInnen genauso gerne benutzt wird wie in der Werbung. Meistens geht es darum, mit Bezug auf die Geschichte die Zugehörigkeit zu einem Kollektiv zu beschwören bzw. Vertrautheit zu evozieren.

Auch Denkmalen kommt dabei oft eine Rolle zu, weshalb die Denkmalpflege den Identitätsbegriff gerne nutzt, um ihr Tun zu begründen. Allerdings ist „Identität“ auch zu einem Kampfbegriff geworden, mit dem neue Bewegungen am rechten politischen Rand agieren.

Ist der Begriff für denkmalpflegerische Anliegen überhaupt noch tauglich? Oder ist das Konzept der kulturellen Identität grundsätzlich in Frage zu stellen?

HS7, Stiege 7, EG
Technische Universität Wien, Karlsplatz 13, 1040 Wien

VORTRAG

Di 6.11.2018, 19:00 – 20:30 Uhr

WIENER VORTRÄGE – UTA HASSLER & KORBINIAN KAINZ (ETH Zürich)

Die Bauwissenschaft und der Bau des Zürcher Polytechnikums.

Vor 150 Jahren baute Gottfried Semper mit dem Zürcher Polytechnikum den Prototyp für den Hochschulbau des 19. Jahrhunderts. Die Zürcher Gründung wurde zum Vorbild polytechnischer Schultradition. Der Zürcher Bau wird in seinem Wachsen, seinen Veränderungen und seiner Lebensgeschichte diskutiert – eine exemplarische Baugeschichte über zwei Jahrhunderte hinweg

HS7, Stiege 7, EG
Technische Universität Wien, Karlsplatz 13, 1040 Wien

VORTRAG

Di 16.10.2018, 19:00 – 20:30 Uhr

WIENER VORTRÄGE – PHILIPP MEUSER (TU Berlin)

Politik mit Platten und Palästen. Architektur und Städtebau der Sowjetunion.

Konstruktivismus, Neoklassizismus, Sowjetmoderne – in keinem anderen Staatsgebilde des 20. Jahrhunderts haben sich politische Umbrüche architektonisch so dominant im kollektiven Gedächtnis eingeprägt wie in der ehemaligen Sowjetunion. Bis heute sind die baulichen Schichten des kommunistischen Großexperiments nicht zu übersehen. In einer kompakten Übersicht wird die Geschichte der Sowjetunion anhand ihrer Architektur nachgezeichnet, wobei der Wohnungsbau zwischen Ostsee und Pazifik den roten Faden bildet, spiegelt sich doch an diesem Utopie und Wirklichkeit der sowjetischen Architektur exemplarisch wider.

HS7, Stiege 7, EG
Technische Universität Wien, Karlsplatz 13, 1040 Wien