251.744 3,0 h (4,0 ECTS)

Leisure Time!
Orte der Freizeit der Nachkriegsmoderne in Wien

Wahlseminar Denkmalforschung und -dokumentation

Nott CAVIEZEL, Anna Maria BOROWSKA

Einführung

9. Oktober 2019, 9:00 Uhr, SR 257 (Stiege 3, 2.Stock)

Termine

Jeweils Mittwoch, 9:00-11:00 Uhr, SR 257 (Stiege 3, 2. OG)

Anmeldung

Über TISS

Lernergebnisse

Nach positiver Absolvierung der Lehrveranstaltung sind Studierende in der Lage wissenschaftlich zu arbeiten, sowie Argumente und Zusammenhänge zur Nachkriegsmoderne und Denkmalpflege zu analysieren und darzustellen. Das Wahlseminar eröffnet einen weiten fachlichen Horizont, der die Studierenden dazu befähigt, die heute relevanten Anforderungen an die Denkmalpflege zu verstehen und den hierbei von den Architekturschaffenden erwarteten Anteil zu fassen. Die Studierenden erlernen im Wahlseminar Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens, d.h. sie führen selbstständig Recherchen in Archiven und Bibliotheken durch, wenden direkte und indirekte Zitate korrekt an, präsentieren vor Ort und schreiben eine Seminararbeit. Das Wahlseminar fordert die Studierenden auf, ihre Selbstkompetenz auszuloten, ihre individuellen Neigungen und Interessen zu beurteilen und, im Hinblick auf ihre künftige Tätigkeit im Beruf, ihre Wertvorstellungen, die Kritikfähigkeit und ihre besondere Verantwortung zu schärfen.

Inhalt der Lehrveranstaltung

Leisure time! Orte der Freizeit im Wien der Nachkriegsmoderne.

Die architektonischen Zeugen der so genannten Nachkriegsmoderne, Bauten realisiert in den Jahren zwischen 1945 und 1980, sind zum Teil bereits verloren gegangen, waren umfassenden baulichen Veränderungen unterworfen oder befinden sich in einem kritischen Erhaltungszustand. Die Ursachen dafür liegen einerseits in der erst in den letzten Jahren einsetzenden Wertschätzung des Bestandes dieser Zeit, mitunter aber auch in den besonderen Konstruktionsweisen und der zuweilen schlechten Alterung der verwendeten Materialien.

Diese Aspekte und letztlich auch die große Menge an Bauten der Nachkriegsmoderne stellen die Denkmalpflege und den Denkmalschutz vor die dringliche und schwierige Aufgabe der Bewertung und Selektion. Jene Objekte ausfindig zu machen, die von herausragender Bedeutung sind und als Denkmale eingestuft werden müssen, um ihren Schutz und die Erhaltung für die kommenden Generationen zu gewährleisten, stellt eine große Herausforderung dar und erfordert eine eingehende Beschäftigung mit dem Bestand.

Untersucht werden in diesem Seminar ausgewählte Objekte der Nachkriegsmoderne. Als Basis für eine in einer zweiten Phase des Seminars erfolgende denkmalpflegerische Bewertung der Gebäude, wird vorerst ihre (Bau-)Geschichte anhand von Quellen recherchiert (Literatur, Plan- und Bildmaterial) sowie ihr Erhaltungszustand analysiert. Von zentraler Bedeutung beim Versuch einer objektiven, wissenschaftlich fundierten Bewertung, ist die Frage nach den architektonischen, technischen, städtebaulichen und/oder auch künstlerischen Besonderheiten dieser Objekte – wie zeichnen sie sich aus, warum bzw. sind sie erhaltenswert?

Ablauf

Die Studierenden werden sich mit jeweils einem Objekt eingehend befassen, die historischen Hintergründe dazu erforschen und auf Basis einer Bestandsanalyse und der Feststellung der vorhandenen Qualitäten und Denkmalwerte auch versuchen, mögliche bzw. notwendige denkmalgerechte Maßnahmen für das jeweilige Objekt zu skizzieren.

In Form von kurzen Exkursionen in Wien werden die Objekte in der Gruppe besichtigt, die jeweiligen Qualitäten vor Ort bestimmt und in der Gruppe diskutiert. Die Exkursionen werden geblockt an drei Terminen stattfinden, am 13.11., 20.11. und am 27.11.2019, jeweils von 09:00-13:00 Uhr (Anwesenheitspflicht!).

Im Rahmen einer eigenständig zu verfassenden Seminararbeit sind die Studierenden gefordert, die im Seminar erlernten Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens (Literaturrecherche, Bibliographieren, Zitierregeln, usw.) in der Praxis anzuwenden und die Inhalte des Seminars schriftlich auszuarbeiten.

TISS, Richtlinien zum Umgang mit Plagiaten DE / ENG,