Veranstaltungen

VERANSTALTUNGEN

VORTRÄGE

WINTERSEMESTER 2019/20

WIENER VORTRÄGE

30.10.2019 – JANA REVEDIN (Lyon/Paris)

Stadtökologie: eine Bauhauserfindung

27.11.2019 – ISABEL HAUPT (Kantonale Denkmalpflege Aargau)

Junge Baudenkmale – neue Erhaltungsproblematiken?

12.12.2019 – IRENE NIERHAUS (Bremen)

Wohn/bild/wissen. Beziehungen von Wohnen und Bildmedien als visuelle und gesellschaftliche Anordnungen

TERMINÄNDERUNG! von 15.01.2019 auf:
22.01.2020 – BERND EULER-ROLLE (Bundesdenkmalamt Wien)

Management of Change – eine Methodik im Pluralismus der Denkmalwerte?


30.10. / 12.12. / 15.01. | HS14a, Stiege 3, 3. OG
27.11. | HS11, Stiege 3, 2. OG
Technische Universität Wien, Karlsplatz 13, 1040 Wien

Mi 22.01.2020, 18:00 – 20:00 Uhr

WIENER VORTRÄGE – BERND EULER-ROLLE (Bundesdenkmalamt Wien)

Management of Change – eine Methodik im Pluralismus der Denkmalwerte?

Die Polyvalenz der Denkmale scheint geregeltes Handeln am Denkmal schwierig zu machen. Rasch kann der Verdacht der Beliebigkeit entstehen. Worauf kommt es an? Wer spricht und wer hat das Sagen? Dieses volatile Beziehungsgeflecht muss mit einem Beziehungsmuster überlagert werden, um nachvollziehbare Prozesse zu gestalten. 
Das ist Management of Change, ein Begriff, der auf den ersten Blick wie ein Widerspruch zur Erhaltung des materiellen Erbes wirkt. Es ist jedoch ein methodischer Weg, um die Handlungsentscheidungen auf die Systematik der Denkmalwerte zu referenzieren.

HS14a, Stiege 3, 3.Stock
Technische Universität Wien, Karlsplatz 13, 1040 Wien

VORTRAG

Do 12.12.2019, 18:00 – 20:00 Uhr

WIENER VORTRÄGE – IRENE NIERHAUS (Bremen)

Wohn/bild/wissen. Beziehungen von Wohnen und Bildmedien als visuelle und gesellschaftliche Anordnungen

Wohnen ist eine mannigfaltige Wissenskonfiguration, in der Wohnbilder gesellschaftliche und kulturelle Normen und Ideale produzieren und die in visuellen Medien (Künste, Film, Fernsehen, Illustrierten, Internetblogs, etc.) zu Sehen gegeben werden. Am Beispiel von Wohnzeitschriften wird das Ineinandergleiten von Wohnen und Bild, wie von Normalisierung und Begehren thematisiert. Die Seiten der Wohnzeitschriften sind zugleich gesellschaftspolitische Seiten des Wohnens, Bewohnens und der Bewohnerschaft in Formen der Unterhaltung und der ästhetischen Erziehung.

HS14a, Stiege 3, 3.Stock
Technische Universität Wien, Karlsplatz 13, 1040 Wien

VORTRAG

Mi 27.11.2019, 18:00 – 20:00 Uhr

WIENER VORTRÄGE – ISABEL HAUPT (Kantonale Denkmalpflege Aargau)

Junge Baudenkmale – neue Erhaltungsproblematiken?

 
Das Erkennen, Erklären und Erhalten junger Baudenkmale stellt Architektinnen, Landschaftsarchitekten und Denkmalpflegerinnen seit längerem vor neue Herausfoderungen – auch in der Schweiz.
 
Ist die Wertschätzung für ein Objekt erst einmal verankert, so erfordert der Erhalt junger Bauten mit ihren vergleichsweise neuen Materialien, Konstruktionen und Dimensionen spezifische Herangehensweisen. Mögliche Handlungsstrategien werden an Hand ausgewählter Beispiele zur Diskussion gestellt.


30.10. / 12.12. / 15.01. | HS14a, Stiege 3, 3. OG
27.11. | HS11, Stiege 3, 2. OG
Technische Universität Wien, Karlsplatz 13, 1040 Wien

VORTRAG

DO 28.11.2019, 18:00 – 19:30 Uhr 

DENKMALGESPRÄCH AM DONNERSTAG

mit Architekt HERMANN CZECH

Impulsvortrag „Bestand und Authentizität“

Die Abteilung für Inventarisation und Denkmalforschung des Bundesdenkmalamtes lädt zum Denkmalgespräch am Donnerstag. Bei diesem Format sprechen interessante Persönlichkeiten über Denkmalpflege und ihr eigenes Verhältnis zum kulturellen Erbe.

Hermann Czech: geboren 1936 in Wien, studierte Architektur an der Technischen Hochschule Wien und in der Meisterschule von Ernst A. Plischke an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Er war Gastprofessor an der Harvard University in Cambridge/USA, der ETH Zürich, der Akademie der bildenden Künste in Wien und der TU Wien. Hermann Czech ist Autor zahlreicher kritischer und theoretischer Publikationen zur Architektur. In seiner Theorie spielen die Begriffe Umbau und Manierismus eine zentrale Rolle.

 

Ahnensaal des Bundesdenkmalamtes, Hofburg, Säulenstiege, 1010 Wien

VORTRAG

Mi 30.10.2019, 18:00 – 20:00 Uhr

WIENER VORTRÄGE – JANA REVEDIN (Lyon/Paris)

Moderne(n) entwerfen: Modelle und Utopien in der deutschdeutschen Architektur der Nachkriegszeit

Jana Revedin erinnert an die Wurzeln der „Reform-Moderne“ und die drei revolutionären Gestaltungsbereiche, die Walter Gropius‘ Bauhaus-Schule in ihrer Forschung und Pädagogik eröffnete:

  • Stadtökologie, das Entwerfen und Bauen nach dem Charakter eines Ortes
  • Interdisziplinär „aktives“ Lernen, die Entdeckung einer anthropologischen Architekturlehre
  • Inklusion, Frauen erobern die „männliche“ Welt des Designs.

Die Architektur- und Städtebauprofessorin zeichnet die Entwicklung dieser Erkenntnisse im vergangenen Jahrhundert nach und diskutiert ihre „radikante“ Gestaltungstheorie am Beispiel ihres partizipativen Stadterneuerungsprojekts in der Garbage City, Kairo.

HS7, Stiege 7, EG
Technische Universität Wien, Karlsplatz 13, 1040 Wien

VORTRAG

Mi 19.6.2019, 18:00 – 20:00 Uhr

WIENER VORTRÄGE – ANDRES LEPIK (TU München)

Ethik und Ästhetik: Der Social Turn in der Gegenwartsarchitektur

Seit der Jahrtausendwende finden sich weltweit vermehrt Initiativen, um die gesellschaftliche Relevanz von Architektur durch praktische Beispiele neu zu definieren. Neben DesignBuild Programmen, die schon in der Architekturausbildung an setzen, widmen sich zahlreiche Architektinnen und Architekten – Projekten, die in unterversorgten Regionen angesiedelt sind. Ob Slum-Upgrading in Lateinamerika, Kultur- und Schulbauten in Subsahara, ob Wohnungsbau für Obdachlose oder Notunterkünfte für Naturkatastrophen in Asien: mit der wachsen den Aufmerksamkeit für die globalen Konflikte wächst auch das – Bewusstsein, dass Architektur in der Zukunft eine stärkere ethi sche Verantwortung übernehmen muss.

HS7, Stiege 7, EG
Technische Universität Wien, Karlsplatz 13, 1040 Wien

VORTRAG

Mi 22.5.2019, 18:00 – 20:00 Uhr

WIENER VORTRÄGE – JÜRG CONZETT (Chur)

Umgang mit dem Baubestand aus der Sicht des Ingenieurs. Eine Vielfalt von Aufgaben.

Denkmalpflegerische Fragen stellen sich für Bauingenieure in unterschiedlichsten Zusammenhängen: einmal geht es um die Pflege von Infrastrukturanlagen wie Bahnstrecken, Strassenbauten, Kanäle und den dazugehörigen Kunstbauten (Brücken, Tunnel, Stützmauern). Ebenso ist der Umgang mit bestehenden Tragwerken von Gebäuden eine herausfordernde Aufgabe. Über die eigentliche Pflege des Bestands hinaus sind Aspekte der Denkmalpflege bei Ergänzungen des Bestandes wichtig, sei es bei Aufstockungen oder bei Doppelspurausbauten von Bahnanlagen. Der Vortragende berichtet über eigene Erfahrungen mit dieser Thematik.

HS13, Stiege 7, 2. Stock
Technische Universität Wien, Karlsplatz 13, 1040 Wien

VORTRAG

Mi 10.4.2019, 18:00 – 20:00 Uhr

WIENER VORTRÄGE – Ralf Liptau | Oliver Sukrow (TU WIEN)

Moderne(n) entwerfen: Modelle und Utopien in der deutschdeutschen Architektur der Nachkriegszeit

Das Entwerfen von Modellen und Utopien war in beiden deutschen Staaten der Nachkriegszeit zentrales Anliegen und Methode von ArchitektInnen und PlanerInnen. Auf der konzeptionellen wie auch auf der konkreten Ebene symbolisierten die Modelle das Versprechen einer modernen, wissenschaftlichen Planung, Durchführung und Nutzung von Architektur. Über die ideologischen Grenzen hinweg zeigen sich interessante Parallelen und Vergleichsmöglichkeiten. Die Präsentation bietet einen Einblick in jüngst abgeschlossene Projekte des FB Kunstgeschichte der TU Wien und stellt beide Doktorarbeiten zur deutschdeutschen Nachkriegsarchitektur in einem gemeinsamen Rahmen vor.

HS7, Stiege 7, EG
Technische Universität Wien, Karlsplatz 13, 1040 Wien

VORTRAG

Mi 20.3.2019, 18:00 – 20:00 Uhr

WIENER VORTRÄGE – LUKAS BAUMANN

1341 gebaut – heute in Stand gesetzt und bewohnt

Mit einer Einführung von Nott Caviezel

Die Innerschweiz, wo die Wiege der 1291 gegründeten Eidgenossenschaft liegt, besitzt mit einer erstaunlichen Anzahl teilweise über 700 Jahre alter Holzwohnhäuser eine im gesamteuropäischen Vergleich einzigartige Profanlandschaft. Dessen ungeachtet wurden in jüngerer Zeit einige dieser Häuser abgebrochen, mit der Begründung, dass solche Bauten heutigen Wohnansprüchen nicht genügen können.

Mit der sensiblen wie erfinderischen Instandsetzung eines Hauses im Kanton Schwyz wurde beispielhaft der Beweis erbracht, dass die Erhaltung und das Bewohnen solch spektakulärer Gebäude sehr wohl möglich ist. Die derart erreichte Wiedereingliederung bedeutender baulicher Zeugen in ein Fortleben ihrer bisherigen Existenz ist schließlich die nobelste Aufgabe der Denkmalpflege und des Architektenstands.

HS7, Stiege 7, EG
Technische Universität Wien, Karlsplatz 13, 1040 Wien

VORTRAG

Mi 16.1.2019, 19:00 – 20:30 Uhr

WIENER VORTRÄGE – GABRIELE DOLFF-BONEKÄMPER

Denkmalsinn und Gegensinn
Die Neue Wache von K.F. Schinkel in Berlin (1815-1818)

Die „Neue Wache“, 1815-1818 anstelle eines älteren Wachlokales errichtet, war von Anfang an ein Bau mit doppeltem Zweck: Sie sollte das 100 Mann umfassende königliche Wachbataillon beherbergen und zugleich als Denkmal für den 1815 errungenen Sieg über das Napoleonische Heer verstanden werden.

Außen Siegestempel, innen Kaserne, verkörperte die Neue Wache als Ganze die militärische Stärke und die Präsenz der königlichen, später der Kaiserlichen Autorität. Mit dem Ende des Kaiserreiches zerfiel diese Einheit. Das Gebäude war nur noch ein Denkmal. In dieser Eigenschaft wurde die Neue Wache im Laufe des 20. Jahrhunderts mehrfach neugestaltet und neu gewidmet, jeweils im Sinne des herrschenden politischen Systems.

Die mehrfachen Sinn- und Gegensinn-Setzungen sind konstituierend für den hohen und komplexen Denkmalwert des Bauwerkes. Dies wird im Vortrag näher expliziert.

HS13, Stiege 7, 2. Stock
Technische Universität Wien, Karlsplatz 13, 1040 Wien

VORTRAG

Mi 11.12.2018, 19:00 – 20:30 Uhr

WIENER VORTRÄGE – HANS-RUDOLF MEIER (Bauhaus-Universität Weimar)

Identität und Erbe – oder: Die Denkmalpflege in der Identitätsfalle?

„Identität“ ist ein Modebegriff, der gegenwärtig in Reden von PolitikerInnen genauso gerne benutzt wird wie in der Werbung. Meistens geht es darum, mit Bezug auf die Geschichte die Zugehörigkeit zu einem Kollektiv zu beschwören bzw. Vertrautheit zu evozieren.

Auch Denkmalen kommt dabei oft eine Rolle zu, weshalb die Denkmalpflege den Identitätsbegriff gerne nutzt, um ihr Tun zu begründen. Allerdings ist „Identität“ auch zu einem Kampfbegriff geworden, mit dem neue Bewegungen am rechten politischen Rand agieren.

Ist der Begriff für denkmalpflegerische Anliegen überhaupt noch tauglich? Oder ist das Konzept der kulturellen Identität grundsätzlich in Frage zu stellen?

HS7, Stiege 7, EG
Technische Universität Wien, Karlsplatz 13, 1040 Wien

VORTRAG

Di 6.11.2018, 19:00 – 20:30 Uhr

WIENER VORTRÄGE – UTA HASSLER & KORBINIAN KAINZ (ETH Zürich)

Die Bauwissenschaft und der Bau des Zürcher Polytechnikums.

Vor 150 Jahren baute Gottfried Semper mit dem Zürcher Polytechnikum den Prototyp für den Hochschulbau des 19. Jahrhunderts. Die Zürcher Gründung wurde zum Vorbild polytechnischer Schultradition. Der Zürcher Bau wird in seinem Wachsen, seinen Veränderungen und seiner Lebensgeschichte diskutiert – eine exemplarische Baugeschichte über zwei Jahrhunderte hinweg

HS7, Stiege 7, EG
Technische Universität Wien, Karlsplatz 13, 1040 Wien

VORTRAG

Di 16.10.2018, 19:00 – 20:30 Uhr

WIENER VORTRÄGE – PHILIPP MEUSER (TU Berlin)

Politik mit Platten und Palästen. Architektur und Städtebau der Sowjetunion.

Konstruktivismus, Neoklassizismus, Sowjetmoderne – in keinem anderen Staatsgebilde des 20. Jahrhunderts haben sich politische Umbrüche architektonisch so dominant im kollektiven Gedächtnis eingeprägt wie in der ehemaligen Sowjetunion. Bis heute sind die baulichen Schichten des kommunistischen Großexperiments nicht zu übersehen. In einer kompakten Übersicht wird die Geschichte der Sowjetunion anhand ihrer Architektur nachgezeichnet, wobei der Wohnungsbau zwischen Ostsee und Pazifik den roten Faden bildet, spiegelt sich doch an diesem Utopie und Wirklichkeit der sowjetischen Architektur exemplarisch wider.

HS7, Stiege 7, EG
Technische Universität Wien, Karlsplatz 13, 1040 Wien