Sarah Raiger 2020

Lederfabrik Vogl Mattighofen – Geschichte, Revitalisierung und Nachnutzungskonzept

Bereits im Jahre 1830 kam der Lederergeselle Wolfgang Vogl auf der Walz nach Mattighofen und bat in der ehemaligen Gerberei Lirk um Arbeit. Nachdem der Meister kurz darauf verstarb, übernahm er dessen Betrieb und legte bereits die Grundsteine für die die spätere Fabrik.

Zu ihren besten Zeiten zählte sie rund 1200 Mitarbeiter und war somit die größte ihrer Art in der Monarchie und die zweitgrößte in Europa.

Das rund 38 000 m² große Areal beherbergt mehrere Gebäude, die zwischen 1842 und 1960 errichtet wurden. So findet man verschiedene Bauweisen angefangen bei der Holzpfahlkonstruktion über Mauerwerk bis zur massiven Eisenbetonkonstruktion. Heutzutage werden die meisten Gebäudeteile als Lagerfläche vermietet.

Im Rahmen der Diplomarbeit ist es Ziel ein geeignetes Nachnutzungskonzept für das ehemalige Fabriksareal vorzuschlagen, welches sich in die bestehenden städtebaulichen Strukturen gut integriert, die historische Substanz weitestmöglich erhält und einen Mehrwert für die Einwohner schafft.