Florian Fenz 2019

Petroleumraffinerie Drösing –

Geschichte, Bestandsaufnahme, Nachnutzung

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts gründeten die Linzer Kaufleute Friedrich Tscherne und Wilhelm Kanturek eine Petroleumraffinerie in Drösing. Der Standort neben der Kaiser Ferdinands-Nordbahn lag für die Anlieferung der Rohstoffe aus Galizien sowie den Weitertransport der erzeugten Produkte nach Wien sehr günstig, da die Fracht innerhalb einer Strecke befördert und bearbeitet werden konnte. Nach dem Ersten Weltkrieg veränderten sich jedoch die territorialen und wirtschaftlichen Verhältnisse grundlegend und die einst gute Lage entwickelte sich zum Nachteil. Die Drösinger Raffinerie wurde zum Sorgenkind der neuen Eigentümer, konnte zeitweise verpachtet werden und wurde 1937 schließlich stillgelegt und stellenweise demontiert. Heute sind noch das Verwaltungs- und Direktionsgebäude, ein Wohnhaus sowie das ehemalige Fabriksmagazin vorhanden. Letzteres ist zum Teil stark beschädigt und wird derzeit nicht wirklich genutzt.

In der Diplomarbeit soll der historische Hintergrund der Drösinger Raffinerie und ihrer Umgebung erforscht und der Bestand dokumentiert werden. Anschließend soll für das Areal, im Besonderen für das ehemalige Magazin, ein Nutzungs- und Sanierungskonzept in Form eines konkreten Entwurfes erstellt werden.