Anja Berlinger und Andreas Buchholzer

Anja Berlinger und Andreas Buchholzer

ERHALT UND WANDEL DES TECHNOLOGISCHEN GEWERBEMUSEUMS WIEN.

1_Anja Berlinger
Vom Systembau zur räumlichen Ressource

2_Andreas Buchholzer
Umgang mit den sozialen und räumlichen Strukturen

Themendiplom Erhalten & Fortschreiben. Umgang mit Systembauten der 1960er Jahre. 
Betreuung: Birgit KNAUER, Lorenzo DE CHIFFRE

Diese Diplomarbeit untersucht das Technologische Gewerbemuseum Wien (TGM) als exemplarischen Bildungsbau der österreichischen Nachkriegsmoderne und analysiert dessen architektonische, räumliche und soziale Strukturen. Errichtet in den 1970er-Jahren als systematisierter Großbau, verkörpert das TGM zentrale Leitideen dieser Zeit: Rationalisierung des Bauens, Demokratisierung von Bildung sowie den Glauben an Technik und Fortschritt. Gleichzeitig ist das Gebäude heute mit veränderten pädagogischen, gesellschaftlichen und energetischen Anforderungen konfrontiert.


Untersucht werden sowohl die bauliche Systemlogik (Tragwerk, Raster, Materialität und Transformierbarkeit), als auch die sozialen und räumlichen Strukturen, die das schulische Zusammenleben, Fortbilden und eine Art von Zugehörigkeit prägen. Dabei wird gefragt, welche Qualitäten des Bestands erhaltenswert sind und wie diese unter heutigen Bedingungen weitergeschrieben werden können.


Methodisch verbindet die Arbeit Analysen aus dem Feld der Bauforschung, sozialräumliche Betrachtungen und eine denkmalpflegerische Bewertung mit einem Entwurfsansatz. Ziel ist es, Strategien für einen zeitgemäßen Umgang mit Bildungsbauten der Nachkriegsmoderne zu entwickeln, die zwischen Bewahrung, Anpassung und Transformation vermitteln. Das TGM dient dabei als Fallstudie, an der exemplarisch gezeigt wird, wie das Potential von Systembauten in der heutigen Zeit ausgeschöpft werden und die kulturelle Bedeutung dabei erhalten bleiben kann.