Baukultur in der Bauwende

Baukultur in der Bauwende

Möglichkeiten und Grenzen im Wandel des Bauwesens

Forschungsprojekt

Auftraggeber: BBSR – Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung
Ort: Berlin
Zeitraum: Forschung: 7/2023 – 4/2025

Details

Grafik @ Jörn Gertenbach,
Forward Planung und Forschung GmbH

Forschungskollektiv im Auftrag von:
Forward Planung und Forschung GmbH
Dr. Cordelia Polinna, Jörn Gertenbach, Katerina Mareckova

zusammen mit:
NBL Studio gGmbH
Prof. Dr. Eike Roswag-Klinge, Nina Pawlicki, Sina Jansen

und
LXSY Architekten
Margit Sichrovsky

Baukultur in der Bauwende

Möglichkeiten und Grenzen im Wandel des Bauwesens

Dem Bausektor steht ein rasanter und umfassender technologischer und ökonomischer Wandel bevor. Angesichts der anteilig sehr hohen CO2-Emissionen bei der Gewinnung, Herstellung und Verarbeitung von Baustoffen sowie der schwindenden Verfügbarkeit notwendiger Ressourcen müssen die Bemühungen auf allen Ebenen deutlich verstärkt werden, um die Klimaschutzziele des Bundes einzuhalten. Eine Baupraxis, die durch den suffizienten Ressourceneinsatz im Einklang mit den planetaren Grenzen steht, ist hierfür essentiell. Neben der Etablierung neuer und der Wiederentdeckung alter Bautechniken und Materialien zeichnet sich ab, dass diese Herausforderungen maßgeblich im Umbau des Bestands und nicht im flächenintensiven Neubau zu lösen sind. Der Bestand kann hierbei neben seiner möglichen Funktion als kultureller Impulsgeber auch als Ressourcen- und Materiallager in zirkulären Wertschöpfungsketten verwendet werden.

Die notwendige Transformation der am Bau beteiligten Prozesse, von der Planung bis zur Nutzung oder vom Rohstoff bis zum Recycling, wird im Fachdiskurs unter dem Begriff der Bauwende gefasst. Die Umsetzung der Bauwende wird keinen Masterplan haben können. Die Praxis zeigt, dass individuelle Bedarfe an unterschiedlichen Orten mit unterschiedlichen Rahmenbedingungen existieren. Sie benötigen passgenaue Lösungen, um maximal energie- und ressourcenschonend handeln zu können. Die hierdurch begründete Vielfalt an Lösungsmöglichkeiten muss unter wissenschaftlicher Begleitung abgesichert werden und der dynamischer Prozess der Bauwende bedarf einer kontinuierlichen Anpassung, Prüfung und Optimierung. Um die komplexen Abhängigkeiten, Synergien und klaren Abgrenzungen zu würdigen und die unterschiedlichen Sektoren zu verknüpfen, ist ein fortlaufender interdisziplinärer Diskurs notwendig.

Das Ziel des Forschungsvorhabens war es, Chancen und Grenzen zur Stärkung von Baukultur in der Bauwende aufzuzeigen. Unter Berücksichtigung des aktuellen Fachdiskurses zur Zukunft des Planens und Bauens sollten die damit einhergehenden baukulturellen Innovationen erfasst, in ihrem Zusammenhang dargestellt und vor dem Hintergrund ihrer potenziellen Auswirkungen auf die Gestaltung der Prozesse, Instrumente und Verfahren und Qualität der gebauten Umwelt diskutiert werden.

Die Ergebnisse des Forschungsprojektes finden Sie hier.

Kontakt

DENKMALPFLEGE UND BAUEN IM BESTAND

Kontakt
Dipl.-Ing. Hanne Rung

Forschungsbereich Denkmalpflege und Bauen im Bestand,
Technische Universität Wien, Karlsplatz 13/251-2, 1040 Wien
E-Mail: hannelore.rung@tuwien.ac.at