Liebe Studierende,

Seit Jahrtausenden kümmern sich die Menschen um das Erbe ihrer Vorfahren. Kulturdenkmäler und im Besonderen das bauliche Erbe, Städte und Dörfer, Ensembles und einzelne Gebäude, aber auch Plätze, archäologische Stätten, Parks und Gärten machen das gestaltete Lebensumfeld aus. Sie sind wichtige Zeugnisse, die Identität schaffen und für das menschliche Bedürfnis nach Erinnerung unentbehrlich sind. Aus dem heutigen Denkmalverständnis heraus spielen nicht nur architektonische und künstlerische Werte eine Rolle. Ebenso können sozial- und wirtschafts- oder technikgeschichtliche Qualitäten von Bedeutung sein. Stets bleibt die eigentliche Aussagekraft des Denkmals an seine Substanz gebunden, die es möglichst ohne Beeinträchtigung zu erhalten gilt.

Die Denkmalpflege ist ein zeitgebundener Auftrag, dessen gesellschaftliche Relevanz  immer wieder neu deöniert wird. Aus der Gegenwart heraus beschäftigt sie sich mit dem Bestand aus vergangenen Zeiten, ermittelt und wendet differenzierte Strategien an, um diesen zu erhalten und zu vermitteln. Speziell dafür qualiözierte Architektinnen und Architekten spielen dabei eine wichtige Rolle. Die Abteilung Denkmalpflege und Bauen im Bestand sieht ihr übergeordnetes Leitbild darin, die Studierenden in Lehre und Forschung praxisnahe an das breit angelegte Fachgebiet heranzuführen. Die enge Zusammenarbeit mit den beiden anderen Abteilungen des Instituts und interdisziplinäres Arbeiten über das eigene Institut hinaus sind in diesem Sinne von grundlegender Bedeutung.