Balajova

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Tatra Museum in Koprivnice
Entwicklung neuer Nutzungskonzepte für eine Industriegrenzzone


2015 Michaela BALAJOVA

Das ausgedehnte Industrieareal der Tatra-Werke in Koprivnice steht im Mittelpunkt der Diplomarbeit. Das während seiner Blütezeit unter der kommunistischen Regierung weit über die Grenzen des Landes hinaus berühmte Tatra-Werk, war jedoch – wie die meisten Produktionsstätten dieser Zeit – einseitig orientiert. Nach der Samtenen Revolution sank die Zahl der jährlich fertiggestellten Lastkraftwagen von vormals 15.000 auf nur 1.500 Fahrzeuge. Das Schrumpfen der Produktion hinterließ einen beachtlichen Bestand an ungenutzten Werkshallen, die nunmehr eine Brache zwischen Stadt- und Industriegebiet bilden.
Tatra hinterließ der Stadt Koprivnice allerdings nicht nur leer stehende Fabrikhallen, sondern auch ein Museum, das jährlich mehr als 100.000 Besucher in die Stadt lockt. Seit dem Einsturz der baufällig gewordenen Halle, die das Museum aufnahm, im Jahr 2004 werden einige der Exponate in den Räumen des Kulturhauses provisorisch ausgestellt, während andere mangels geeigneter Räumlichkeiten in Depots verwahrt bleiben. Die Arbeit zielt auf eine Nachnutzung der brachliegenden Fabrikobjekte, wobei eine Auflösung der strukturellen Trennung von Stadt- und Werksgebiet angestrebt wird. Die Integration eines neuen Museums in den historischen Hallenbestand der Fabrik ist eines von zahlreichen Details, die der Revitalisierung der Tatra-Werke dienen.




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