JUSUFI

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Historische und Ethnographisches Museum in Vushtrri-Kosovo
Das Haus von Mahmut Age Gjinolli

2015 Xhafer JUSUFI

Eines der bedeutendsten Baudenkmäler der Stadt Vushtrri im Kosovo ist das im westlichen Sektor des Stadtkerns erbaute Serail, der Palast der Familie Gjinolli. Das „Mahmut Age Gjinolli-Haus“ wurde noch unter der Herrschaft der Osmanen im späten 19. Jahrhundert errichtet, seine historische Fassade zeigt typische Stilelemente orientalischer Baukunst wie auch solche des Barock.
In der Zeit vom 16. bis in das 18. Jahrhundert erlebte Vushtrri einen wirtschaftlichen Aufschwung, der auch in den zahlreichen Bauvorhaben seinen Niederschlag fand, wie etwa die Errichtung von Bürgerhäusern für wohlhabende Albaner, die sich in der Administration des Osmanischen Reichs etabliert hatten. Im Kontext dieser Entwicklung ist auch der Bau des „Mahmut Age Gjinolli-Hauses“ zu verstehen. Die Schauseite des Hauses ist – im Unterschied zu anderen feudalen Gebäuden – nach Osten orientiert und wendet sich dem Stadtzentrum zu. Unter osmanischer Regentschaft beherbergte das „Mahmut Age Gjinolli-Haus“ die kommunale Verwaltung von Vushtrri, die Beledije. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde das Gebäude als Krankenhaus genutzt, später als Armenhaus. Einem Beschluss der Stadtregierung folgend soll das „Mahmut Age Gjinolli-Haus“ künftig als historisches und ethnografisches Museum genutzt werden. Die denkmalgerechte Sanierung und Adaptierung für die neue Nutzung steht im Mittelpunkt der Diplomarbeit.


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